Projekte

Unser Ziel: Die Selbstheilungskräfte der Natur aktiv fördern, um die Regeneration gestörter oder zerstörter Natur anzukurbeln. Ein Schwerpunkt der Arbeit des NaSa e.V. ist dabei neben der Flächensicherung auch der praktische Naturschutz auf der Fläche.

Unsere Strategien:

  • Zulassen von Selbstentwicklungsvorgängen (natürliche Sukzession)
  • einmalige Flächenvorbereitung, um beeinträchtigte Landschaften zu renaturieren (Anlage von Hecken und Feldgehölzen, Renaturierungsprojekte)
  • Sicherung von Lebensräumen von Pflanzen und Tieren durch Ungestörtheit und Nicht-Nutzung (Flächenkauf)

Anlage von Hecken und Feldgehölzen

Ein Schwerpunkt der praktischen Naturschutzarbeit des NaSa e.V. ist seit vielen Jahren die Pflanzung von standortgerechten, gebietsheimischen Gehölzen in Form von Hecken und Feldgehölzen in der Feldflur. Auf diese Weise haben wir bereits zahlreiche Landschaftsräume nicht nur landschaftlich aufgewertet und strukturiert, den Boden und das Grundwasser geschützt, sondern vor allem neuen Lebensraum für Vögel, Amphibien und Reptilien sowie Säugetiere geschaffen. Nicht zuletzt wird insbesondere durch unsere bis zu 10 m breiten Hecken der Biotopverbund gestärkt, der auch weiter wandernden Tierarten wie der Wildkatze das Erschließen neuer Lebensräume ermöglicht.

Diese umfangreichen Pflanzmaßnahmen konnten nur durch die Inanspruchnahme von Fördermitteln der EU und des Freistaates Sachsen (Richtlinien NE/2007 und NE/2014) umgesetzt werden. Dafür bedanken wir uns ausdrücklich.

Zwischen den Jahren 2013 und 2018 wurden auf diese Weise in 6 Landkreisen des Freistaates Sachsen 173.663 m² Hecken und Feldgehölze angelegt.

So säumen Heckenstreifen in den Landkreisen Bautzen, Erzgebirgskreis, Görlitz, Mittelsachsen, Vogtlandkreis und Zwickau die Äcker und Wiesen.

Bei einer durchschnittlichen Heckenbreite von 10 m sind das ca. 17 km Hecken, die sich durch die Landschaft ziehen. Dafür wurden 121.564 Gehölze gepflanzt.

Das ist aber noch nicht alles, die Pflanzaktionen gehen weiter. So pflanzen wir allein im Jahr 2019 weitere 65.000 m² Hecken. Auch für die Folgejahre sind Heckenprojekte geplant bzw. werden bereits konkret vorbereitet.

Übrigens sind nicht nur die Hecken ökologisch wertvoll, sondern auch die angrenzenden Saumstrukturen aus Gräsern und Kräutern. Diese entstehen nur, wenn um die Hecken ausreichend Platz für eine ungestörte Entwicklung bleibt, also keine Mahd und kein Umbruch 1 bis 2 m neben den Gehölzen. Der NaSa e.V. achtet darauf. Hecken in Stilllegungsflächen (Brachen) stellen dabei einen besonders wertvollen Lebensraum dar, profitieren doch die Heckenbrüter wie Goldammer, Neuntöter, Heckenbraunelle und Grasmücken vom reichhaltigen Insektenangebot, welches sich auf den Brachen einstellt. Dabei sind die landläufig als „Unkräuter“ bezeichneten Pflanzen wie Disteln und Giersch wahre Insektenmagnete.


Renaturierungsprojekte

 

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Die Förderrichtlinie Natürliches Erbe – RL NE/2014 (im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum im Freistaat Sachsen 2014 – 2020 EPLR) eröffnete auch dem NaSa e.V. die Möglichkeit, mehrere Projekte zur Sicherung der biologischen Vielfalt im Freistaat Sachsen im Sinne einer „einmaligen Flächenvorbereitung bzw. Renaturierung“ für gefährdete und gesetzlich geschützte Tierarten umzusetzen. Dabei lag der Schwerpunkt bei der Renaturierung von Feuchtgebieten.

Konkret handelte es sich um folgende, mit der o.g. Richtlinie geförderte Projekte:

Teichsanierung Hofteich Halsbach (Landkreis Mittelsachsen, Stadt Freiberg)

  • Bewilligungsbescheid vom 12.05.2016
  • Umsetzung 10/2016 – 07/2017
  • Zuwendungszweck: Sanierung des Hofteiches mittels Entschlammung, Auffüllung der Fischgrube und naturnaher Teichgestaltung zum Zweck der Habitatverbesserung für den Kammmolch.
  • Ergebnis:
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Hofteich nach seiner Sanierung im September 2017

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Teichsanierung Küchenteich Halsbach (Landkreis Mittelsachsen, Stadt Freiberg)

  • Bewilligungsbescheid vom 12.05.2016
  • Umsetzung 10/2016 -10/2017
  • Zuwendungszweck: Sanierung des Küchenteiches mittels Entschlammung, naturnaher Teichgestaltung und Ertüchtigung des Teichdammes sowie der Stau- und Ablassvorrsichtung zum Zweck der Habitatverbesserung für den Kammmolch.
  • Ergebnis:
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Küchenteich nach seiner Fertigstellung im Dezember 2017

Teichsanierung Kiesgrube Langhennersdorf (Landkreis Mittelsachsen, Gemeinde Oberschöna)

  • Bewilligungsbescheid vom 27.01.2017
  • Umsetzung 10/2017 -05/2018
  • Zuwendungszweck: Erhalt und Wiederherstellung von naturnahen, ausdauernden, vorwiegend nährstoffarmen Kleingewässern in der Kiesgrube Langhennersdorf als Lebensraum für gesetzlich geschützte Tierarten.
  • Ergebnis:
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Kiesgrube Langhennersdorf nach der Sanierung in der Anstauphase im Juli 2018

Teichsanierung Fichtner-Teich bei Oberschöna (Landkreis Mittelsachsen, Gemeinde Oberschöna)

  • Bewilligungsbescheid vom 27.01.2017
  • Umsetzung 09/2017 -08/2018
  • Zuwendungszweck: Sanierung des Fichtner-Teiches bei Oberschönaals Reproduktionshabitat für gesetzlich besonders geschützte Amphibienarten mittels Teilentschlämmung auf ca. 500 m² Fläche und Ersatzneubau eines regulierbaren Auslaufbauwerkes.
  • Ergebnis:
DSCF0713

Fichtnerteich Oberschöna Anfang November 2018

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Mit der Entschlammung ist ein strukturreiches Amphibiengewässer entstanden.

Und hier geht´s zur alten Homepage und vielen Projektbeschreibungen vergangener Jahre.

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