Über uns

Der Naturschutzverband Sachsen e.V. ist Mitglied der  Grünen Liga Sachsen e.V.

  • Durch unsere Flächenkaufstrategie setzen wir Zeichen in  der Landschaft. Unsere „wilden“ Ecken animieren zur  Diskussion, zur Auseinandersetzung über Naturschutz.
  • Eine nachhaltige, zukunftsfähige Wirtschaft bedingt einen  starken Naturschutz. Ideologisch geprägten, von  Subventionen bestimmten Wirtschafts-Aktionismus lehnen  wir ab. 
  • Kleine Wasserkraftanlagen und ökonomisch unsinnige  Pflegemaßnahmen auf nicht mehr benötigten Produktionsflächen sind Beispiele dafür.  
  • Naturschutz ist Lebensraumschutz auch für den  Menschen. Menschen sollten sich aber nicht wichtiger als Pflanzen und Tieren auffassen.

Unsere Strategie:

FlächenkaufNatürliche Sukzession ist das Prinzip, welches immer mehr Naturschützer für die Strategie der Zukunft halten.  

Von unserem Verein wird sie schon seit Jahren verfolgt, indem erfolgreich Flächen erworben und aus der Nutzung  genommen werden.  Oft sind das nicht nur verstreute Flecken, sondern zusammenhängende Gebiete wie die Uferbereiche der Großen  Striegis, der Triebisch, der Flöha, der Bobritzsch, der Zschopau und der Zwickauer Mulde. Aber auch große, von  intensiver Landwirtschaft geprägte Hochflächen bei Freiberg sowie Renaturierungsgebiet des Braunkohlenabbbaus  südlich Leipzig sind Eigentum des Naturschutzverbandes Sachsen e.V. geworden.  

Der Flächenkauf hat das Ziel, unsere Vision vom durchgängigen, sich selbst überlassenen und von selbst  funktionierenden Naturverbund zu verwirklichen, der ungestörter Lebensraum für Fauna und Flora ist.  Ganz nebenbei gibt es nach der Flächensicherung keine Nutzungskonflikte mehr mit Land-, Forst- und  Fischereiwirtschaft oder intensivem Tourismus. Dort können sich langfristig wieder die Arten entfalten, die den  Naturraum über Jahrhunderte besiedelt und geprägt haben.   Monitoringprogramme, um unsere Erfolge zu katalogisieren, gehören nicht zu unserer Strategie. Wir glauben, die  Natur muss nur auf ausreichend großer Fläche in Ruhe gelassen werden, dann stellen sich die darauf spezialisierten Arten von allein ein.

 

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Eine Antwort zu “Über uns

  1. Danke für diese sehr interessante Seite! Ich wünsche herzlich, dass es Ihnen gelingt, viele weitere Flächen zu erwerben! Indem Sie auf Sukzession setzen, lassen Sie der Natur bereits einen bedeutenden Teil freien Laufs! In die Sukzession gehören ja auch die Faktoren, am Beispiel der Auenwälder bedeutete das, auch die Hochfluten so zuzulassen, wie die Natur sie u n g e r e g e l t in möglichst ursprünglichem Landschaftsrahmen (der Fluß“niederung“ als natürlichem Überflutungsgebiet) ablaufen ließe. – Bezüglich Leipziger Auwald habe ich den Eindruck, hier gibt es ein großes Potenzial, doch es wird nicht genutzt – es könnte bereits jetzt genutzt werden, und man könnte sich auf eine die gesamte Umlandnatur der großen wachsenden Stadt Vision ienigen und sie Schritt für Schritt umsetzen.

    IN diese Sukzession hinein gehört das vollständige Artenspektrum. Damit tut sich unsere moderne Welt einschließlich des modernen Naturschutzes schwer – gemeint sind die großen Weidetiere. Rotwild wird z.B. sogar in Nationalparken gemanagt – es würde sonst die „Naturverjüngung“ unterbinden. – Auf zu kleinen Gebieten stimmt das – da ist es allen und allem zu eng! So ist aber unser Naturschutz gestrickt, oder besser: er hat sich so stricken lassen. – Es ist wichtig, dass wir große zusammenhängende Gebiete erreichen, in denen sich auch große Weidetiere halten können. = Ein Ziel auf viele Jahrzehnte hin!
    Im Hutewaldprojekt im Solling (Leitung heute: Naturpark Solling-Vogler, Neuhaus i.S., Nds), begründet 1999 ff von der Hochschule in Höxter aus, konnte gezeigt werden, dass große Weidetiere wie alte, mächtige Bäume auch die Akzeptanz naturschutzfachlicher Aufgaben durch die Bevölkerung fördern. Und es kommt hinzu, dass bäuerliche Kenntnis in den Naturschutz einfließen muß – Umgang mit den großen Tieren, die wildnah leben.
    Ich komme auf diese Zusammenhänge in einem Vortrag zu sprechen, der am Freitagabend in VHS Leipzig (http://www.nukla.de/2017/06/der-auwald-braucht-baumstarke-dicke-baeume-vortrag-freitag-23-juni-18-uhr/) stattfindet, vielleicht sehen wir uns dort?
    Um auf die Sukzession zurück zu kommen: sie wird dann richtig interessant, wenn wir mit den Weidetieren das Ökosystem vollständiger machen. Wir haben dann die tierlichen Wirkkräfte drin, die die Natur als >natürlich Pflegende< vorgesehen hat (es gibt kein Tier, das einer Sense gleich wirkt = Sense ist nicht das von der Natur vorgesehen Pflegeinstrument…). – Solange unsere Landschaft so begrenzt ist, müssen Menschen darauf schauen, dass die Population nicht zu groß wird. Das bedeutet, dem System kann gesundes Weidetiere entnommen werden – die Bevölkerung profitiert von den vollständiger werdenden Ökosystemen.
    Gutes Gelingen!
    Prof,. Dr. Bernd Gerken

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